Montag, 14. September 2026

Six ways to watch you fall [Rezensionsexemplar]

Archer Fox plagen Schuldgefühle. Bei einer Sprachreise nach Mexiko stirbt ein Mitschüler bei einem tragischen Unfall und nichts ist mehr wie vorher. 
Als er dann eines Morgens einen Brief in seinem Spind findet, der ihn zwingt eine schwierige Entscheidung zu treffen, weil sonst jemand sterben wird, tut er es natürlich als schlechten Scherz ab, bis es dann am nächsten Tag wirklich eine Leiche gibt. Von nun an gibt es jeden Tag einen weiteren Brief und eine weitere Entscheidung. Können Archer und seine beiden besten Freunde Hazel und Nick rechtzeitig herausfinden, wer dahinter steckt und was sein Motiv ist bevor ein weiterer Mensch stirbt? Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Die Romane von Colin Hadler sind absolute Erfolgsgaranten und versprechen immer eine ordentliche Portion Spannung, Gefühle, Action und Plot Twists.
Auch dieses Mal habe ich mich bestens unterhalten gefühlt und die Seiten blätterten sich quasi von selbst um. Mit Archer haben wir einen sehr sympathischen Hauptcharakter, der mit seinen eigenen Stärken und Schwächen aufwartet und sich im Laufe der Handlung weiterentwickelt. Das alte Sanatorium mit seinen dunklen Geheimnissen und historischen Gemäuern als Schauplatz für das Internat zu nutzen, bringt den gewissen Gruselfaktor und macht das Ganze zu einem packenden Highschool-Thriller. Besonders gefallen haben mir die Mexiko-Rückblenden, da ich Simon als Charakter unglaublich interessant und vielschichtig fand. Am Ende sind auch durchaus ein paar Tränen geflossen. Durch das ganze Buch hindurch fragt man sich unweigerlich immer wieder, was man an Archers Stelle für Entscheidungen getroffen hätte und wie man sich verhalten würde, sodass man mit einer konstanten inneren Unruhe liest, was aber eher positiv zum Leseerlebnis beiträgt. 
Ich hoffe sehr, dass wir noch weitere Bücher in der "Ways" Reihe bekommen werden. Klare Kaufempfehlung für alle Thriller Fans, die sich moralischen Dilemmata stellen wollen. 
        

Mittwoch, 2. September 2026

Masterminds [Rezensionsexemplar]

Justus van Meeren ist clever, steinreich und mit seinen gerade mal 17 Jahren noch sehr jung. Nach dem plötzlichen Tod seiner Eltern wird er zum Millionenerbe eines Gesundheitsunternehmens, dass sein betrügerischer Patenonkel Randolf sich unter den Nagel reißen will. Dabei schreckt er scheinbar vor nichts zurück und geht sogar über Leichen. Um ihn zu stoppen und seine üblen Machenschaften aufzudecken, holt Justus sich Hilfe bei einem Team aus Hackern, Fassadenkletterern und Meisterdieben aus dem Dark Net und plant mit ihnen einen spektakulären Einbruch, bei dem so einiges schief gehen kann.

Dieses Buch hat mich wirklich stark beeindruckt in seiner Genialität. Der Schreibstil ist flüssig, erfrischend und hat einiges an Charme und Witz zu bieten. Die Charaktere sind durchweg liebenswert und sympathisch, was insbesondere daran liegt, dass keiner von ihnen perfekt ist und jeder mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Sie starten als Einzelgänger und werden im Laufe der Handlung zu einer loyalen kleinen Familie, die sich trotz kleiner Reibereien mit ihren individuellen Talenten wunderbar ergänzt. Die Handlung ist durchweg spannend, rasant und nachvollziehbar, auch wenn ich mir ein ausführlicheres Ende gewünscht hätte. Daher freue ich mich umso mehr auf den 2. Band, der im Februar erscheinen soll und bin sicher, dass wir dort auch etwas mehr über den geheimnisvollen LOKI und die Vergangenheiten der Masterminds erfahren werden.

Definitive Empfehlung für alle Fans von Heist Romanen und Found Family!