Mittwoch, 28. Januar 2026

Das Signal [Rezensionsexemplar]

 In "Das Signal" von Ursula Poznanski geht es um Viola, die bei einem Unfall in einem eingestürzten Weinkeller ein Bein verliert. Ihr Ehemann Adam kümmert sich liebevoll um sie und stellt sogar eine Pflegerin names Otilia ein, die aber alles andere als freundlich zu sein scheint. Nach und nach bemerkt Viola, dass die vermeintliche Fürsorge Adams wohl nicht ganz ernst gemeint ist und sie beginnt heimlich ihm und einigen anderen Personen Mini-Tracker unterzujubeln und ihre Bewegungen auf ihrem Smartphone mitzuverfolgen. So erkennt sie schnell, dass ihr Ehemann sie über seinen Tagesablauf belügt und während sie mit Rollstuhl und Krücken versucht sich wieder zurück ins Leben zu kämpfen, macht sie es sich auch zur Aufgabe Adams Geheimnis zu lüften bevor dieser ihr eigenes herausfindet.

Nachdem ich bereits "Die Burg" und "Elanus" von der Autorin gelesen und für fabelhaft befunden habe (hier geht es um KI und Drohnen), wusste ich, dass mir auch "Das Signal" zusagen würde und genauso war es dann auch.
Ich liebe es, wie Poznanski ihre Thriller quasi mit moderner Technik ausstattet. Wieder einmal erwartet uns einiges an Spannung und obwohl sich der "Plot-Twist" für mich diesmal schon ab der Hälfte des Buches abgezeichnet hat, fand ich es dennoch schwer es aus der Hand zu legen. Mit Viola haben wir eine sehr starke Frau als Hauptcharakter, die sich durch nichts unterkriegen lässt und clever und besonnen für ihre Ziele kämpft. Das beklemmende Gefühl in diesem abgeschiedenen Haus am Waldrand durch die Folgen des Unfalls gefesselt und gleichzeitig der immer näher rückenden drohenden Gefahr schutzlos ausgeliefert zu sein, hat sich mir beim Lesen immer wieder aufgezwängt.
Klare Kaufempfehlung für Fans des Genres.

Donnerstag, 15. Januar 2026

Firewatch [Rezensionsexemplar]

In "Firewatch" vom österreichischen Bestseller-Autor Colin Hadler, geht es um Robin, der den Mord an seinen besten Freund Aaron auf eigene Faust aufklären will, nachdem die Polizei nach 10 Monaten die Ermittlungen daran ohne nennenswerte Hinweise einstellt. Aaron verschwand bei einem Ferienjob in einem Nationalpark, indem er als einer von zwei Männern die "Firewatch" übernahm, unter mysteriösen Umständen. Bis auf eine Blutspur im Wald konnte nichts gefunden werden. Robin ist sich sicher, dass Kian, der im zweiten Tower arbeitete und als letzter mit Aaron Kontakt hatte, für sein Verschwinden verantwortlich ist und plant kurzerhand diesen zu daten, um an die nötigen Beweise dafür zu kommen. Ein gefährliches Katz und Maus Spiel beginnt.

Dieser Thriller lässt einem wirklich das Blut in den Adern gefrieren. Je näher sich Robin und Kian kommen, je mehr Details der Wahrheit ans Licht treten, desto angespannter fühlt man sich als Leser. Hat Kian wirklich etwas mit dem Mord zu tun? Was ist sein Motiv? Wieso verheimlicht und lügt er so viel? Hier ist wirklich niemand, wer er zu sein scheint und zwischen Geheimnissen und falschen Fährten ertappt man sich immer wieder dabei wie man zwischen Kians Schuld und Unschuld hin und herspringt und auf jeder Seite einen anderen Verdächtigen im Visier hat.
Für mich ein absoluter Page-Turner, wie auch bereits "Seven Ways to tell a lie".
Besonders positiv heben sich hier für mich auch die tiefgründigen Charaktere hervor, die glaubwürdig handeln und von Wünschen und Ängsten getrieben werden. Allen voran der sympathische Hauptcharakter. Der Plot Twist ist nicht gleich durchschaubar und durchaus realistisch und die Beziehungen zwischen den Figuren sind komplex und authentisch. Ein absolutes Muss für alle Thriller Fans, die auf Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, Herzrasen und schweißnasse Hände stehen.