Dienstag, 4. November 2025

Joshua Jackelby [Rezensionsexemplar]

In Benedict Mirows Abenteuerroman "Joshua Jackelby" geht es um einen Zeitungsjungen aus ärmlichen Verhältnissen, der sich mit seinen beiden Freunden Leroy und Charlotte und seiner Hündin Hazel durch das viktorianische London schlägt. Als sie eines Abends einen verletzten Mann auf der Straße finden, dem seine bahnbrechende Erfindung gestohlen wurde, geraten sie in ein Komplott, dass schon bald lebensgefährlich für die Freunde wird.

Diese Geschichte bietet wirklich alles, was man sich nur wünschen kann. Ich war sehr positiv überrascht von den genauen Beschreibungen der Orte, den interessanten und vielschichtigen Charakteren und dem spannenden Plot. Auch die eingebaute Gesellschaftskritik ist zum Glück nicht zu stark präsent, aber dennoch greifbar und nachvollziehbar. Vor allem die Geschwister und die Zirkusleute bringen viel frischen Wind in die Erzählung und mit dem Arzt und dem Professor hat man den direkten Vergleich zwischen der armen und reichen Bevölkerung. Die Antagonisten haben Gründe für ihr Handeln, auch wenn diese meiner Meinung nach leider etwas zu kurz kamen und das Ende etwas gehetzt wirkte. Dennoch fühlte ich mich auf den rund 400 Seiten überaus gut unterhalten und hoffe wir dürfen eventuell bald wieder von Joshua & Co. lesen.
        

Montag, 3. November 2025

Düsteres Tal [Rezensionsexemplar]

In "Düsteres Tal" von Ruth Lillegraven geht es um Clara Lofthus, die mit ihrem Lebensgefährten Axel und ihren Zwillingssöhnen in Nairobi wohnt. 
Sie unterrichtet dort Kinder. Als es an der Schule einen Terroranschlag gibt, wird Clara zur Heldin. Da die Schule zerstört wird, zieht sie in ihre alte Heimat nach Oslo zurück. Dort wird ihr ein Posten als Justizministerin angeboten. Kurz darauf taucht eine Leiche auf und Clara wird mit einem dunklen Geheimnis aus ihrer Vergangenheit konfrontiert.

Ja, der Roman ist spannend und glücklicherweise auch nicht künstlich in die Länge gezogen. Es geschehen immer wieder neue Morde, neue Details kommen ans Licht und man wird als Leser animiert weiterzulesen. Die Handlung macht einen durchaus neugierig, ist jedoch nichts weltbewegendes. Der Schreibstil ist flüssig und man kommt gut voran. Alles in allem eine solide Leseerfahrung mit kleinen Schwächen.